Unternehmensgeschichte

1929 machte Theodorus Sebastianus van der Laan, der Begründer des Konzern, den Anfang mit einer Fleischwarenfabrik in Den Haag. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die damalige Fleischwarenfabrik Th.S. van der Laan mit dem Export von Fleischkonserven. Anfangs konzentrierte man sich verstärkt auf die USA und Großbritannien, mit Produkten wie Schinken und Dosenfleisch (Luncheon Meat). In den 60er und 70er Jahren trieb der damalige Inhaber und Geschäftsführer A.M. (Aat) van der Laan den Export voran und erweiterte ihn auf einige Dutzend Länder weltweit.

Anfang der 80er Jahre beschloss die Konzernleitung die Verlegung der Hauptgeschäftsstelle von Leidschendam nach Almelo. 1983 nahm eine Konservenfabrik in Almelo ihren Betrieb auf. Neben den Erweiterungen im Bereich Konserven entschied man sich auch für verstärkte Investitionen in die Produktgruppe Fleischwaren.

In den 80er und 90er Jahren kaufte da Unternehmen ebenfalls Schlachthöfe auf, um den Nachschub des wichtigsten Rohstoffes zu sichern: Fleisch. Diese Schlachthöfe, unter anderem in Doetinchem und Lievelde, wurden 2001 an das damalige Unternehmen Dumeco verkauft, weil Th.S. van der Laan BV sein Kerngeschäft (Fleischwaren, Konserven und Fleischspezialitäten) weiter ausbauen wollte.

Zwischen 1981 und heute wurden verschiedene Unternehmen in den Niederlanden übernommen, meistens mit eigener Produktion. Diese Unternehmen wurden daraufhin mit einem hohen Maß an Sachverstand in andere Standorte integriert, um eine optimale Wirtschaftlichkeit und Qualität zu gewährleisten.

1996 erwarb das Unternehmen die Markennamen Zwanenberg und Zwan. Dies verschaffte dem Export des Konzerns erneut einen wichtigen Impuls, insbesondere im Mittleren Osten und in Afrika. Im gleichen Jahr erhielt Zwanenberg Food Group ebenfalls die Lizenz zur Herstellung von Leberwurst und Aufschnitt unter dem Markennamen Linera. Der Trockenwurstspezialist Huls wurde 1998 übernommen. Ihnen folgten Hooymans (Zungen- und Leberspezialitäten, 1999), Offerman (1999), Kraak (Aufschnitt), Boekos (Imbisshappen, spätern aktiv unter dem Namen Taste Original Food Concepts, 2001), CMP (gekochte Fleischwaren und Mahlzeitkomponenten, 2003), ANUR Halal Food (2005), De Eendracht (Zungenprodukte, 2008) und Wahid Halal Meat (2011).

2005 beschloss der Zwangenberg-Vorstand, dass eine Produktion vor Ort in den USA aus mehreren Gründen (z. B. aussichtsreicher Markt, Importbeschränkungen und niedriger Dollarkurs) gegenüber dem Export vorzuziehen ist. In Rekordzeit wurde in Cincinnati eine Fleischkonservenfabrik gebaut. 2007 wurden die amerikanischen Konservenaktivitäten von Tyson übernommen. 2011 übernahm Zwanenberg Vietti Foods aus Nashville, Tennessee. Auch auf anderen Kontinenten tat sich einiges. So erwarb Zwanenberg in Australien im 2008 die Marke Plumrose von Simplot. 2013 wurde Malton Foods im Vereinigten Königreich übernommen, und 2016 Simpsons Ready Meals.

Ende 2017 wurde die Geschäftseinheit ‘Fresh Foods’ an Ter Beke verkauft. Anfang 2018 übernahm Zwanenberg Food Group die Unox-Fabrik in Oss von Unilever. Unilever behielt die Marken wie Knorr, Unox und Bertolli.

Inzwischen hat sich die Zwanenberg Food Group zu einem erfolgreichen, international orientierten Unternehmen mit einem Umsatz von 400 Mio. € und eigenen Verkaufsniederlassungen in den Benelux-Ländern, den USA, Großbritannien und Australien entwickelt.